Grundstücke

Die Flächen sind teilweise Eigentum, gepachtet oder werden in Kooperation mit den Eigentümern genutzt. Leider hängen die Flächen großteils nicht zusammen. Eigene und Pachtflächen geben zusammen ca. 0,7 ha.



Zaun

Im ersten Jahr kam ein mobiler Elektrozaun mit 4 Litzen zum Einsatz - oft parallel zu alten Zäunen aus Maschendraht oder Knotengitter. Um das dauernde Umstecken zu reduzieren, haben wir im zweiten Jahr Maschendrahtzäune mit einem leitenden Draht verstärkt und teilweise den alten Zaun durch 4 parallele Drähte ersetzt. Fast alle Produkte werden von Patura geliefert.

Futterpflanzen

Brombeeren

Wir lieben Brombeerblätter - nicht nur - aber umso mehr. Konkret heißt das, dass wir meckern, falls auf einer Weide nur noch Brombeeren wachsen. Werden wir dann heraus gelassen, dann suchen wir als erstes nach den nächsten Brombeeren. Paradox ? Nein - Ziegenlogik !!

Wilde Zwetschgen / Mirabellen

Das Lieblingsfutter - ganz egal in welcher Form. Je nach Jahreszeit sind dies Sämlinge, Blätter, reife oder unreife Früchte, Rinde. Da es sich auch bei den großen Bäumen um Sämlinge handelt, schmecken die roten bis gelben Früchte von jedem Baum anderst.

Im Winter werden die Bäume bis 10cm Durchmesser in angehmer Fresshöhe geschält. Im Sommer haben die Ziegen gar keine Bäume geschält und auch jetzt lassen sie alle anderen Bäume in Ruhe.

Die Früchte werden von den Bäumen abgezupft oder vom Boden gefressen. Beim Wiederkäuen werden die Steine nach und nach ausgespuckt. Es hat Tage gedauert, bis ich den hellen Kot als ausgespuckte Obststeine identifiziert hatte.

Im Spätsommer, wenn das Futter knapper wird, dann habe ich den Ziegen auch schon mal einfach einen Baum gefällt.

Eichen

An den Eichen sind die Eicheln am interessantesten. Im Winter graben Sie sogar den Schnee nach Eicheln um.

Nadelgehölze

Super - Fichten- und Tannenzweige oder deren Rinde sind Extraklasse. Vorsicht vor Eibe und Thuja. Laien bringen diese Nadelgehölze leider oft durcheinander. Fichte und Tanne sind wertvolle Ergänzungen zum Futter, Eibe und Thuja dageben toxisch.

Efeu

und viele mögen es nicht glauben. Efeu ist auch eine von uns gerne gefressene Pflanze.

Giftplanzen

Die aufgelisteten Pflanzen kommen zum Teil auf unseren Weiden vor und lassen sich nicht zu 100% entfernen. Nachdem ein 3-Monats Böckchen an Rhododendron einging, passen wir noch besser auf.

Pfaffenhütchen

Ich wusste, dass wir Pfaffenhütchen haben, konnte ihn im Frühjahr bei Ankunft der Ziegen nicht identifizieren. Als ich endlich wußte, wie die Pflanze im Sommer aussieht hatten die Ziegen schon eine ganze Menge gefressen. Pfaffenhütchen sind sehr vital und treiben immer wieder neu aus. In Bodenhähe bilden sie fast Ranken mit Ablegern.

Unsere Strategie: Große Pflanzen über 1m werden gekappt. Damit verhindern wir erfolgreich die Ausbildung von Früchten.

Stechpalme

Im Sommer lassen sie die Stechpalmen ungeschoren. Im Winter wurde zaghaft daran genascht.

Thuja

Die Literatur sagt: toxisch - wir haben die Bäume in Reichweite einfach gefällt und entsorgt.

Eiben

Die Literatur sagt hier ebenfalls: toxisch. Kleinere Zweige vertragen die Ziegen bisher allerdings. Da die Eiben einfach aussämen und es damit überall kleine Eiben gibt, ist es unmöglich die Eiben vollständig zu eliminieren.

Kirschlorbeer

Am besten weg damit. Einige Blätter scheinen die Ziegen ohne sichtbaren Schaden zu verdauen. An den Kirschlorbeersträuchern sind die Fressspuren leicht zu identifizieren. Die Blätter sind halb angefressen.

Rhododendron

Altes Laub vom Rhododendron, das auf dem Grundstück abgelegt wurde, hat uns das Leben eines Böckchens gekostet. Bei einem 20 kg Tier reichen 20 Gramm frische Blätter - das entspricht gerade mal einem duzend Blätter.